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Übersicht Verarbeitung

Allgemeine Eigenschaften

Lagerung und Handhabung

Aufbewahrung
Trägermaterial
Gegenzug
Verleimen
Klebstoffe
Verleimen d. Paneele mit M1 Eigenschaft
Pressen
Fertigung
Schutz der Schnittkanten
Entfernung von Klebereste
Technische Unterstützung

B Bioply und 3 DPLY

Lagerung
GGZ Ausgleich
Verleimen
Pressen
Fertigung, Sägen, Lochen
Ausführung

C Unbehandelte Pressspanplatte (Brut D´Ober)

Handhabung
Trägermaterial
Verleimen mit Heissdruckmaschine
Gegenzug
Ausführung

D Unbehandelte strukturierte Furnierpaneele (Sable d´Ober brut)

Ausführung

E  Unbehandelte Furnierpaneele aus Vlies (Oberswing Natur)

Lagerung
Trägermaterial
Gegenzug
Verleimen
Ausführung
Fertigung

F  Gebrauchsfertige Verbundelemente (Obersound, Panober)

Allg. Ausführungsbedingungen
Allg. Raumbedingungen

G  Deckenplatten aus Holz (Microsound, Ekosound)

Allg. Ausführungsbedingungen
Allg. Raumbedingungen

H  Dicke und kompakte Holzpaneele (Ober Compact)

Gewährleistung



Verarbeitung und Montage

A - Paneele Typ Oberflex aus echtem Holz (aus den Kollektionen
Oberflex & Oberflex Prestige, Textured Wood Collection, Natural
Shades, Les Sablés by Oberflex, Spiced Wood Collection, Chic & Pop)

Die Verarbeitung der Paneele muss nach den Bestimmungen der französischen Norm NFT 54-320 erfolgen (siehe dazu den „Leitfaden zur Ausfertigung von HPL-Platten“).

Lagerung und Handhabung:
Die Paneele müssen Dekorseite gegen Dekorseite gelagert werden. Empfohlen wird eine flache Lagerung. Die Paneele können auch senkrecht in speziell dafür angefertigten Fächern gelagert werden, um ein Einknicken zu verhindern. Die Paneele sind vor Feuchtigkeit zu schützen und müssen in einem geschlossenen und trockenen Raum gelagert werden. Die Paneele müssen bei der Handhabung mit sehr viel Sorgfalt behandelt werden, um Kratzer und Risse im Harz zu vermeiden. Aus diesem Grund empfehlen wir, die Paneele zu zweit so zu tragen, dass die Dekorseite die konkave Seite bildet.

Aufbewahrung:
Aufgrund ihrer Oberfläche aus Echtholz arbeiten die Paneele ein wenig mehr als die Standard-HPL-Paneele. Vor der Verleimung müssen sie daher perfekt aufbewahrt werden.
Alle Teile, Paneele sowie Trägermaterial, sollten idealerweise 8 bis 10 Tagen flach in einem Raum gelagert werden, dessen Temperatur und Luftfeuchtigkeit möglichst identisch mit dem Raum ist, in dem sie später montiert werden (Achtung! vor überhitzten Räumen mit zu geringer Luftfeuchtigkeit).
Die normalen Aufbewahrungsbedingungen sind:

- Temperatur: zwischen 18 und 22 °C
- relative Luftfeuchtigkeit: 50 bis 60 %

Einerseits könnte ein zu feuchtes Paneel Risse beim Einzug verursachen, andererseits würde die Verwendung eines zu trockenen Paneels durch Ausdehnung Fehlbildungen (Verspannungen) verursachen bzw. ein fehlerhaftes Aufkleben eine Blasenbildung herbeiführen. Die Aufbewahrung ist nur dann ideal, wenn im Lagerraum genug Luft zwischen den Paneelen zirkulieren kann. Wird das Trägermaterial beidseitig verkleidet, muss der Feuchtigkeitsgehalt aller Komponenten gleich sein. Dies wird erreicht, in dem die Platten übereinander in der Anwendungsordnung und -Richtung gelagert werden.
Grundsätzlich ist es besser, sie in einem eher trockenen als zu feuchten Raum zu lagern.

Trägermaterial:
Die Paneele können auf alle gängigen Trägerflächen (Spanplatten, MDF, Sperrholzplatten, etc mit Ausnahme von Massivholz) angebracht werden, solange diese eine glatte, fett- und staubfreie Oberfläche haben.
Das Anbringen auf Metall verlangt eine sorgfältige Vorbereitung der Oberfläche, die mit einem kräftigen fettlösenden Mittel (Trichlorethylen etc) 100%-ig entfettet werden muss.Wir raten von einem Anbringen auf Gips oder Zement ab.

Gegenzug :
Um jede Verspannung einer mit einem Paneel Typ Oberflex beschichteten Platte zu vermeiden, müssen die Spannungen ausgeglichen werden. Dies wird am besten erreicht, indem man auf beiden Seiten eine gleich starke HPL-Platte Typ Oberflex verwendet.

Sollte dies nicht möglich sein, ist folgende, kostengünstigere Variante, allerdings ohne Gewähr unsererseits, möglich: Verwenden Sie eine gängige mindestens gleich starke (Stärke abhängig von der Holzart) Pressspanplatte.
Sollten die Paneele in kleinen Stücken für Wandverkleidungen verwendet werden und sollten diese starr mittels Befestigungssystem oder Gestell gehalten werden, ist es möglich, nur eine Seite mit einem Paneel Typ Oberflex zu furnieren.
In diesem Fall, und ohne Gewähr unsererseits, sollte die andere Seite vor Feuchtigkeit mit einem gängigen Furnier oder einem dampfbeständigen Lack geschützt werden.

Verleimen:
Die zusammen zufügenden Oberflächen müssen fest, absolut trocken, sauber und frei von jeglichem Staub, Sägespänen und Fettspuren sein.

Verleimen mit Furnierpresse . Das Verleimen mittels Furnierpresse ist die sicherste Methode. Dabei sollte auf für Pressspanplatten gängige Klebstoffe (Vinyl-, Formalinkleber…) zurückgegriffen werden.
Wenn das Verleimen mittels Heissdruckmaschine erfolgen soll, sollte die Temperatur nicht mehr als 60°C betragen.

Verleimen ohne Furnierpresse. Es gibt eine Vielzahl an guten Neoprenklebern auf dem Markt. Wir empfehlen jedoch die Verwendung von Agoplac und Pattex.
Verleimen Sie bei Zimmertemperatur (dh. zwischen 18°C und 22°C) und bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40 % bis 60%.

Vorteilhaft ist ein trockener und warmer Raum; die Kälte verzögert die Verdampfung der Lösemittel und eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann eine schädliche Kondensation herbeiführen.

Bezeichnung der verschiedenen empfohlenen Neoprenklebestoffe:
a. hochwirksamer Polychloroprenkleber. Dieser gängige Kontaktkleber ist für die meisten Anwendungen geeignet, die eine hohe Klebkraft verlangen. Wir empfehlen die Verwendung der Kleber PATTEX Super-stark, PANO-ASD und Super AGOPLAC.

b. hoch hitzebeständiger Polychloroprenkleber. Dieser Kleber soll verwendet werden, wenn  zusätzlich zum hervorragenden mechanischen Halt, eine hohe Hitzebeständigkeit bis  zu 120 °C nötig ist. Wir empfehlen den Kleber PATTEX SPECIAL (HENKEL), AGOPLAC NCP (LAMBIOTTE) und NEOPREN GEL (SADER).

Den Kleber auf beide zu klebende Seiten ausreichend und gleichmässig mittels geeigneten Werkzeugen (Zahnspachtel, Kleberrolle, Kurzhaarpinsel, Pistole) auftragen. Dabei darauf achten, dass die Kleberschicht auf den Kanten dick genug ist. Bei der Verwendung eines Zahnspachtels muss der Kleber senkrecht zum Trägermaterial und zur HPL-Platte aufgetragen werden.

Nach Verdampfen des Lösungsmittels, soll die Kleberschicht sichtbar und stark genug sein. Daher muss man bei porösen oder sehr saugfähigen Oberflächen mehrere Schichten einplanen, eventuell sogar ein Vorverleimen. Vor dem Anbringen müssen sich beide zusammenzufügende Oberflächen trocken anfühlen. Bitte die Warte- und Gummierungszeiten des Herstellers beachten.
Hinweis: eine zu kurze Verdampfungszeit könnte eine unvollständige Verdampfung der Lösungsmittel und somit eine schwächere Klebkraft als Folge haben. Eine zu lange Zeit hingegen bedeutet eine schlechte Haftung der beiden Schichten. Da das direkte Verleimen sehr heikel ist, empfehlen wir das waagerechte Anbringen.

Verleimen der Paneele mit M1-Eigenschaft (CSTB) :
Die oben angeführten Kleber sind für unsere Standard-Paneele geeignet. Für feuer-hemmende Paneele deren Unterschicht anders ist und die auf Trägermaterial zu kleben sind, die ebenfalls je nach Hersteller auf einer anderen Art feuerbeständig behandelt wurden, empfehlen wir die Kleberhersteller direkt anzurufen, um mit ihnen das passende Produkt von Fall zu Fall zu bestimmen.
Einige Klebstoffe, die für Standard-Paneele empfohlen sind, können auch für feuerbeständige Paneele verwendet werden.

Pressen:
Nur mit der Verwendung einer Rolle können ähnliche Ergebnisse wie mit einer Furnier- presse Druckmaschine erzielt werden. Wir empfehlen die perfekt geeignete Rolle von Pattex.

Das Pressen soll in beiden Richtungen erfolgen, von innen nach aussen. Besonders wichtig sind hier auch die Kanten. Achtung: mit dem eigenen Körpergewicht Druck auf die Rolle ausüben.

Fertigung:
Sägen, Fräsen und Lochen werden mit den gängigen Maschinen ausgeführt, die für die Fertigung von Pressspanplatten eingesetzt werden.

Schutz der Schnittkanten:
Nach dem Verpressen ist es notwendig, die Holzkanten in der Richtung der Maserung mittels ein wenig Klarlack vor Luft zu schützen, damit das Holz homogen altert und jede Oxidation vermieden wird.

Entfernung der Kleberreste:
Die Flecken von Vinylkleber (weisser Kleber) entfernt man einfach mit Wasser. Reste von Neopren- und Formalinkleber (mit separatem Härtemittel) sind sofort zu entfernen. Falls die Kleberreste auf der Paneeloberfläche hart geworden sind, wird es sehr schwierig sein, diese zu entfernen ohne dabei das Furnierbild zu schädigen, da sie sich nur mit einem sehr scharfen Messer entfernen lassen.

Technische Unterstützung:
Unsere Mitarbeiter vom technischen Dienst stehen Ihnen gerne zur Verfügung, beraten Sie und helfen Ihnen bei jeder Anwendung.

Von uns erteilte Informationen und Empfehlungen sowie die, die in diesem Dokument ent- haltenen geben wir nach bestem Wissen und Gewissen und ohne Gewähr. Wir haften nur für die Qualität unserer Produkte.
 
 
B – Bioply und 3DPLY Paneele

Lagerung:
Die Bioply und 3Dply Paneele sind aus echtem Furnier hergestellt und sind daher besonders empfindlich bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen.
Sie müssen flach in einem geschlossenen Raum bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 60 % gelagert werden.

Gegenzug Ausgleich:
Um jede Biegung einer mit einem Bioply (oder 3DPLY)Paneel beschichteten Platte zu vermeiden, müssen die Verspannungen perfekt ausgeglichen werden. Dies wird erreicht, indem man auf beiden Seiten ein gleich starkes Bioply- (oder 3DPLY-) Paneel sowie den gleichen Kleber verwendet.

Sollte dies nicht möglich sein, sind andere, kostengünstigere Varianten, nach Tests möglich, allerdings ohne Gewähr unsererseits.

Verleimen:
Die Wahl des Klebers ist vom Trägermaterial und Anbringungsmethode abhängig.

Verleimen mit Furnierpresse :
Das Verleimen mit Furnierpresse ist die sicherste Methode. Hier werden gängige Klebstoffe (Vinylkleber, Formalinkleber, Polyurethankleber…) verwendet. Der Druck sollte an den Kleber angepasst werden.
Bei einer Heissdruckmaschine ist darauf zu achten, dass die Temperatur 60 °C nicht übersteigt, da sonst schädliche Verspannungen entstehen, die eine schlechtere Haftung der Teile bedeutet.

Hinweis:
Für die 3Dply Paneele ist ein Druckkissen zu verwenden, das sich der Textur anpasst, ohne sich dabei zu verformen.

Verleimen ohne Furnierpresse :
Verwenden Sie einen Neoprenkleber. Das Verleimen soll bei Zimmertemperatur (dh. zwischen 18°C und 22°C) und 40% bis 60% relativer Luftfeuchtigkeit erfolgen. Für das Auftragen des Klebers, unbedingt die Gebrauchsanweisung des Herstellers beachten, besonders bei den Warte- und Gummierungszeiten.

Hinweis: Eine zu kurze Verdampfungszeit könnte eine unvollständige Verdampfung der Lösungsmittel und somit eine schwächere Klebkraft als Folge haben. Eine zu lange Zeit hingegen bedeutet eine schlechte Haftung der beiden Schichten.

Pressen:
Das Pressen soll in beide Richtungen erfolgen, von innen nach aussen. Besonders wichtig sind hier auch die Kanten.

Fertigung, Sägen, Lochen:
Fertigung, Fräsen und Lochen werden mit den gängigen Maschinen erledigt, die für die Fertigung von Pressspanplatten eingesetzt werden.

Hinweis: Aus ästhetischen Gründen wird abgeraten, die 3Dply Paneele zu lochen.

Ausführung:
Die Paneele werden mit einem 150er Korn geschliffen. Vor dem Auftragen des Letztanstrichs, empfehlen wir sie nochmals fein zu schleifen.

Für die 3Dply Paneele, ein Blatt Typ Scotch Brite mit einem 150er und anschliessend mit einem 240er Korn verwenden. Achten Sie dabei darauf, dass Sie nicht zu viel abschleifen.

Bioply und 3Dply bestehen aus faserreichen Furnierblättern. Wir empfehlen vor dem Auftragen der ersten Lackschicht einen Grundierungslack aufzutragen.

C – Unbehandelte Pressspanplatte (Brut d’Ober)

Die Paneele werden genauso bearbeitet und mit der gleichen Technik und auf die gleichen Trägermaterialien verleimt wie alle Pressspanplatten: siehe dazu den Absatz A, zu dem wir folgende Informationen hinzufügen, die speziell für die unbehandelten Pressspanplatten gelten:

Handhabung:
Da das Holzfurnier ein spaltbares Material ist, muss mit den Platten sehr sorgfältig und vorsichtig hantiert werden.

Trägermaterial:
Bei Paneelen mit 8/10 mm Stärke, ist es unerlässlich, absolut glatte Platten als Trägermaterial zu verwenden.

Verleimen mit Heissdruckmaschine:
Die Temperatur darf 70°C nicht übersteigen.

Gegenzug:
Um die Paneele auszugleichen, wird von der Verwendung von Standard Pressspanplatten abgeraten, da sich die Materialien unterschiedlich ausdehnen.

Wenn Brut d’Ober für die Erstellung von Türen verwendet wird, ist es notwendig, den Ausgleich mit einem Brut d’Ober Paneel aus der gleichen Holzart zu machen und den gleichen Letztanstrich auf beiden Seiten aufzutragen. Dies gilt auch bei dünnen und/oder grossen Trägermaterialien.
Als Wandverkleidung ist es hingegen möglich nur eine Seite mit einem unbehandelten Paneel zu furnieren, wenn dieses mittels Befestigungssystem oder Gestell starr gehalten wird. In diesem Fall, jedoch ohne Gewähr unsererseits, soll die andere Seite vor Feuchtigkeit durch zum Beispiel das Auftragen von einem dampfbeständigen Lack geschützt werden.
Entfernung von Kleberresten: wie bei Echtholzpaneelen vorgehen.

Ausführung:
Das Paneel wird mit einer geschliffenen Oberfläche geliefert. Für ein perfektes Ergebnis sollte ein zusätzliches Schleifen vom Verarbeiter durchgeführt werden.

D – unbehandelte strukturierte Furnierpaneele (Sablés d’Ober bruts)

Die Paneele werden genauso bearbeitet und mit der gleichen Technik und auf die gleichen Trägermaterialien verleimt wie alle Pressspanplatten: siehe dazu den Absatz A, zu dem wir folgende Informationen hinzufügen:

Ausführung:
Schleifen Sie mit einem Schleifpapier Typ Scotch Brite mit einem 240er Korn das Furnier, um die Oberfläche von jeglichen Schmutzpartikeln zu befreien (fetthaltige Partikel können vor dem Schleifen mit Lösungsmitteln wie Alkohol oder Aceton entfernt werden).

Hinweis: industrielle Schleifmaschinen können hier nach erfolgreichen Tests im Vorfeld verwendet werden.
Nach dem man alle Teile trocken gewischt und den Staub entfernt hat, sollte man prüfen, ob die Oberfläche keine glänzenden Stellen aufweist.
Durch die Struktur des Produktes empfehlen wir zuerst die Oberfläche mit einem Grundierlack zu behandeln und dabei eine Trockenzeit von mindestens 12 Stunden einzuhalten. Danach soll die Oberfläche vorsichtig mit einem P320 Schleifpapier geschliffen werden.
Wenn die Paneele anschliessend gefärbt werden, empfehlen wir eine Farbe mit Lösungsmitteln oder mit Alkohol (am besten mit der Pistole aufzutragen) zu verwenden. Gegebenenfalls die Farbe immer in Richtung der Maserung auftragen. Anschliessend wird der Klarlack in einer oder zwei Schichten, je nach Wunsch und angestrebtem Ergebnis aufgetragen.

E – unbehandelte Furnierpaneele auf Vlies (Oberswing Natur)

Die Paneele werden genauso bearbeitet und mit der gleichen Technik und auf die gleichen Trägermaterialien verleimt wie alle Pressspanplatten: siehe dazu den Absatz A, zu dem wir folgende Informationen hinzufügen:

Lagerung – Handhabung:
Da das Produkt sehr biegsam ist, ist eine flache Lagerung empfohlen. Es ist jedoch möglich, das Paneel für die Lagerung vorsichtig zu rollen. Somit sind die Paneele auch gut geschützt.

Trägermaterial:
Die geringe Stärke des Produktes verlangt absolut glatte Platten als Trägermaterial.

Gegenzug:
Wenn Oberswing Natur für die Erstellung von Türen verwendet wird, ist es notwendig, den Ausgleich mit einem Oberswing Natur Paneel aus der gleichen Holzart zu machen und den gleichen Letztanstrich auf beiden Seiten aufzutragen. Dies gilt auch bei dünnen und/oder grossen Trägermaterialien. Für Paneele, die gehalten werden, ist eine andere Technik möglich, jedoch nur nach Tests und ohne Gewähr unsererseits. Es wird empfohlen, die Rückseite des Trägermaterials vor Feuchtigkeit durch zum Beispiel das Auftragen von einem dampfbeständigen Lack zu schützen.

Verleimen:
Die Wahl des Klebers hängt vom Trägermaterial und der Auftragtechnik ab. Bitte die Gebrauchsanweisung des Herstellers für das Auftragen des Klebers beachten. Den Kleber möglichst gleichmässig auftragen. Sollte das Trägermaterial porös sein, ist eine zweite Schicht eventuell notwendig.

Verleimen ohne Furnierpresse : Alle auf dem Markt erhältlichen Neoprenkleber (oder Kontaktkleber) können hier verwendet werden. OBERSWING NATUR ist ein sehr biegsames Paneel, daher müssen folgende Hinweise beachtet werden, um jede Ablösung oder Blasenbildung zu vermeiden.

- Alle Teile, OBERSWING NATUR Paneele sowie Kleber und Trägermaterial, sollten vor ihrer Verwendung in einem Raum gelagert werden, dessen Temperatur und Luftfeuchtigkeit möglichst identisch mit dem Raum sind, in dem sie später montiert werden (Achtung! besonders vor überhitzten Räumen und zu geringer Luftfeuchtigkeit). Die Temperatur soll zwischen 18°C und 22 °C und die Luftfeuchtigkeit 40% bis 50 % betragen. Die zu klebenden Flächen müssen sauber, trocken, glatt und nicht der Feuchtigkeit ausgesetzt worden sein.
- Den Kleber gleichmässig in der richtigen Menge auftragen.
- Die empfohlene Gummierungszeit muss bei jedem Kleber beachtet werden. Diese Zeit kann unterschiedlich sein da sie abhängig ist von der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit des Raumes.
- Vor dem Anbringen beider zusammen zuklebenden Seiten, empfehlen wir ein Trennblatt (z.B. Pergament) auf das Trägermaterial zu legen ohne es zu verkleben, um dieses anschliessend allmählich und vorsichtig zu entfernen.
- Pressen Sie gleichzeitig mit Hilfe einer Pressrolle, von der Mitte des Paneels nach aussen, um mögliche Luftblasen aus der Fuge zu entfernen. Achtung: mit dem eigenen Körpergewicht Druck auf die Rolle ausüben.

Verleimen mit Furnierpresse : die Temperatur darf 70°C nicht übersteigen

Ausführung:
Zwischen Verleimen und Letztanstrich empfehlen wir eine Wartezeit von 24 Stunden. Prüfen Sie vorher auch ob die Oberfläche frei von Blasen und Fehlbildungen ist. Vor dem Letztanstrich, die gesamte Oberfläche nochmals leicht schleifen. Prüfen Sie vorher, ob die Materialien gut verleimt sind und keine Verspannungen aufgetreten sind.

Klarlack:
aufgrund der Struktur des Furniers, empfehlen wir vor dem eigentlichen Lackieren die Paneele zu grundieren. 12 bis 24 Stunden trocknen lassen und sorgfältig schleifen, um anschliessend den Klarlack aufzutragen.
Lack Matt: Zwei bis drei Lackschichten auftragen. Diese werden die Poren schliessen. Vor dem Auftragen des Letztanstrichs müssen Tests durchgeführt werden, um sicher zu gehen, dass keine Reaktion mit dem Furnier entsteht.

Fertigung:
Sägen, Fräsen und Lochen von OBERSWING NATUR Paneele wird mit den gängigen Maschinen ausgeführt, die für die Fertigung von Pressspanplatten eingesetzt werden.

Die Ausschnitte können auch mit einer Schere oder einem Kutter gemacht werden.

F – Gebrauchsfertige Verbundplatten (Obersound, Panober)

Die Ausfertigung der Paneele muss nach den Bestimmungen der französischen Norm NF XP B 54-202 erfolgen (siehe dazu den „Leitfaden zur Ausfertigung von Dekorplatten - Eigenschaften“).

Allgemeine Ausführungsbedingungen:
Die Paneele sollen mindestens 3 Tage flach in dem Raum gelagert werden, in dem sie später montiert werden. Beim Anbringen (an der Wand oder an der Decke) muss eine 1mm/m Dehnungsfuge im Standardfall berücksichtigt werden. Diese erhöht sich auf 1,5 mm/m wenn:
- im Raum hohe Luftfeuchtigkeitsschwankungen möglich sind
- bei der Verwendung von feuerhemmenden Paneele (M1)


Allgemeine Raumbedingungen:
Die Räumlichkeiten dürfen Wasser nicht ausgesetzt werden und müssen mindestens 24 Stunden vor dem Anbringen beheizt oder klimatisiert sein. Gips und Zement müssen trocken sein. Die Temperatur darf nicht unter 15°C betragen.

Die Luftfeuchtigkeit soll folgenden Werten entsprechen:
Verwendung in einem trockenen Raum:
Vor dem Anbringen soll die Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 60% betragen.
Während der Verwendung darf die Luftfeuchtigkeit nur wenige Wochen im Jahr 65%
übersteigen.

Verwendung in einem feuchten Raum (Paneel auf wasserabweisendem
Trägermaterial):
Vor dem Anbringen kann die Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 60% betragen. Während der Verwendung darf die Luftfeuchtigkeit nur wenige Wochen im Jahr 85% übersteigen.

G – Deckenplatten aus Holz (Microsound, Ekosound)
Allgemeine Ausführungsbedingungen:

Wir empfehlen, die Platten, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen, in einem geschlossenen Raum aufzubewahren. Die Verpackungen der Deckenplatten müssen vor dem Anbringen 48 Stunden in dem Raum, in dem sie später montiert werden, offen liegen. Das schönste Ergebnis und ein gleichmässiges Bild werden erreicht, wenn die Deckenplatten aus verschiedenen Verpackungen zufallsbedingt entnommen werden.

Eine Montage in Form eines Schachbretts kann auch empfohlen werden. Profile und Abstandshalter müssen aufgeclipst werden. Wir raten vor einer starren Befestigung ab. Die Platten müssen frei aufliegen. Desweiteren ist auf einen ausreichenden Abstand von Wänden und anderen senkrechten Gebäudeteilen zu achten ( z.B. Säulen, Pendelleuchten Klimaanlagen, etc..). Eine 5 mm Dehnungsfuge reicht hier aus.

Allgemeine Raumbedingungen:
Die Räumlichkeiten dürfen Wasser nicht ausgesetzt werden und vor der Montage mindestens 24 Stunden beheizt oder klimatisiert sein. Gips und Zement müssen trocken sein. Die Temperatur darf nicht unter 15°C sein. Die Luftfeuchtigkeit soll vor der Montage zwischen 40% und 60% betragen.

Melden Sie sich bei uns, sollte der Raum während des Gebrauchs hohen Luftfeuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt sein.

H – Dicke und kompakte Holzpaneele (Ober Compact)
Die Ausfertigung der Ober Compact Paneele muss nach den Bestimmungen der französischen Norm NF T 54-323 erfolgen (siehe dazu den „Leitfaden zur Ausfertigung von dicken und kompakten HPL-Platten“).


GEWÄHRLEISTUNG
Die Firma OBER gewährleistet die Qualität ihrer Paneele gemäss den hier beschriebenen Merkmalen. Die etwa durch die Fertigung einzelner Paneele bedingten Abweichungen von Oberflächen und Farbnuancen stellen keine Mängel dar, da echtes Holz verwendet wird. Aufgrund ihrer Eigenschaften können die Paneele wie alle Holzteile leicht bleichen, wenn sie zu stark dem Sonnen- oder Mondlicht ausgesetzt werden. Dies kann nicht als Mangel betrachtet werden. In Konfliktfällen werden die Gewährleistung und die Haftung der Firma OBER auf den kostenlosen Austausch der defekten und noch nicht angebrachten Paneele beschränkt. Dieses gilt für alle Produkte der Firma Oberflex.